ChemC***

28 06 2008

Am Mittwoch war in der FH eine Art Kontaktmesse, zu der einige Firmen der Umgebung kamen um sich vorzustellen. Es ist ein irres Gefühl, wenn man auf so eine Firma zugeht und sich vorstellt als jemand, der genau das Fach studiert, dass sie brauchen, sogar noch eine Ausbildung in dem Bereich gemacht hat, genau in der Branche (bei der Konkurrenz), und sehr interessiert ist das Praxissemester in eben diesem Unternehmen zu machen und dafür nicht nur ein Lächeln sondern ein breites Grinsen erntet, mit der eindringlichen Bitte eine Bewerbung zu schicken. Und das nicht nur von einem Unternehmen.
Mach ich doch glatt :D
Vom zweiten Unternehmen habe ich sogar schon eine Email erhalten mit der Bitte um meine Bewerbungsunterlagen. Da werde ich mich nächste Woche mal dran setzen. Doof ist nur, dass ich noch keine Ahnung habe, wann das Praxissemester beginnen wird. Ich kenne nur den groben Zeitraum.

Mir klingen übrigens immer noch die Worte einer früheren Freundin in den Ohren. Als ich nach der Ausbildung sagte, dass ich das Abi nachhole und studieren möchte meinte sie, dass ich die Ausbildung dann ja völlig umsonst gemacht habe. Ja, war total umsonst. :P Deswegen habe ich auch im Moment das Gefühl, dass mir nach dem Studium Tür und Tor offen stehen, obwohl ich eine Frau bin!
Ein wirklich tolles Gefühl!

Zum Abschluss dieser Messe gab es noch eine Podiumsdiskussion mit zwei Unternehmensvertretern, zwei Vertretern der Hochschule, einer Hand voll Studenten und weiterer Firmenvertreter als Zuschauer/-hörer. Der Geschäftsführer (?) eines örtlichen Prüfunternehmens warf die These in den Raum, dass die Umstellung der Studiengänge auf den Abschluss Bachelor das Schlimmste war, was man machen könnte, wo das Diplom doch weltweit so etabliert war.
Alles andere als ermutigend muss ich sagen. Gott sei Dank weiß ich, dass die Firmen das nicht so sehen. Auf mein Nachfragen bekam ich bisher immer gesagt, dass es nicht darum geht, welchen Abschluss man hat, sondern DASS man einen hat.
Ernüchternd die Aussage des Rektors, dass man ausländische Studierende an die FH holen möchte, indem man Stipendien anbietet. Dass die deutschen Studenten sich auch über ein Stipendium freuen würden, für das man nicht gleich einen ganzen Roman an Voraussetzungen erfüllen muss scheint egal zu sein.
Interessant das Gerede eines Unit Managers einer Firma für Anlagenbau. Erst erzählt er, dass die Firmen Absolventen brauchen, die „ready to work“ sind, also sofort voll einsatzbereit mit dem kompletten Wissen und Berufserfahrung, wenige Minuten später dann die Aussage, dass die Firma auf jeden Fall Absolventen braucht, die das Grundwissen haben, die man aber auf die Firma zuschneiden kann, so formen, dass es ins Firmenprofil und zu den spezifischen Anforderungen passt.
Ja was denn nun??
Aber bei genau diesem Herren haben wir uns im Anschluss mal darüber ausgelassen, dass Stipendien für inländische Studierende nicht unwichtig sind, da man sich sonst zwar 1000 Ausländer rein holt, dafür aber 5000 Deutsche verschwinden können. Und das kann wohl kaum im Sinne der Unternehmen sein, bei 90000 freien Ingenieursstellen.
Nett auch, dass genau dieses Unternehmen verlauten ließ, dass keine Diplomarbeiten betreut werden, genau so wenig Praxissemester. Der Unit Manager konnte das gar nicht glauben. ;) Ich denke, dass wird nicht unbedingt das Unternehmen meiner Wahl, wenn es ums Praxissemester, die Bachelorarbeit oder sogar eine Berufstätigkeit geht.





*meld*

28 06 2008

Irgendwie rasen die letzten Wochen vor den Klausuren nur so an mir vorbei und ich komme zu nichts mehr.
Die letzten Nächte mit Noé wurden immer besser, letzte Nacht hat er zum ersten Mal seit einem Jahr durch geschlafen, von 21 bis 5 Uhr. Er war zwar dann erst mal anderthalb Stunden wach, aber immerhin.
Heute schläft er bei seinen Großeltern (meinen !! Eltern)
Er fehlt mir hier total, aber ich versuche die freie Zeit zu genießen und freue mich darauf, mal wieder eine Nacht richtig, richtig viel Schlaf zu bekommen. Und ich hoffe natürlich, dass er heute nacht nicht allzu viel weint, wenn er merkt, dass ich nicht da bin.





Nacht 7 – Ist das jetzt besser?

25 06 2008

Ich denke noch darüber nach, ob ich die letzte Nacht als besser einstufen soll oder nicht. Noah hat bis fünf Uhr quasi durchgeschlafen. Ich weiß nicht mehr, wie oft er wach geworden ist, da er nur nach dem Schnuller und/oder einem Schluck Wasser verlangt hat konnte ich direkt weiter schlafen.
Gegen sechs wurde er dann nochmal wach und hatte scheinbar hunger, also habe ich noch gestillt. Schließlich hat er von neun bis sechs gut durchgehalten. Dafür konnte er aber auch nicht so recht wieder einschlafen und ich hab nur noch gedöst, bis der Wecker um zwanzig nach sieben ging.
Aber egal, es war definitiv besser, als die beiden Nächte davor. Und nun hoffe ich, dass die nächste Nacht ähnlich ruhig wird.





Nacht 6 *gähn*

24 06 2008

Viereinhalb Stunden Schlaf, das ist mal eine Bilanz…
Ich muss ja zugeben, dass ich eh viel zu spät ins Bett gegangen bin, dann absolut nicht einschlafen konnte, weil meine Gedanken um alles Mögliche gekreist sind und dann von Noé wach gehalten wurde.
Der kleine Kerl wurde um kurz vor zwölf wach, kein Thema, war ich ja eh noch halbwegs wach. Er ist auch ziemlich schnell wieder eingeschlafen. Dann um halb zwei, größeres Thema. Trinken weg schlagen, rum meckern, aber irgendwann doch recht schnell weiter geschlafen. Und dann wurde es wieder drei.
Noé war wach, hat Wasser getrunken, sich eigentlich überhaupt nicht beklagt, konnte aber einfach nicht wieder einschlafen. Und so blieben wir beide mehr oder weniger bis halb fünf wach. Immerhin lag er in seinem Bett und ich konnte weiter dösen.
Aber der Wecker heute morgen um sechs Uhr hat schon ziemlich teuflisch auf mich gewirkt. Wenn es heute nicht um Klausurvorbereitungen in der Schule ginge wäre ich liegen geblieben. So wie Noé… Der schlummert noch, trotz Wecker, friedlich in seinem Bettchen. Normalerweise wird er immer wach, wenn ich aufstehe. Aber was ist nach so einer Nacht schon normal?

Dann mal Prost, ich schließe gerade Freundschaft mit meiner Tasse Kaffee…





Und sonst?

23 06 2008

Mir geht es ansonsten aber schon wieder viel besser. Ich hatte gestern viel Zeit zum Lernen und nachdenken, hatte die Ruhe, die ich mal wieder so dringend nötig hatte. Noé war mit seinem Papa und dessen Kumpel samt Familie unterwegs und ich konnte fünf Stunden tun was ich wollte.
Abends waren wir noch Essen, ganz spontan. Wie hab ich sowas vermisst. :)
Es ist zwar nach wie vor anstrengend mit Kleinkind in ein Restaurant zu gehen, aber wir haben uns ein sehr kinderfreundliches ausgesucht und Noé war mit damit beschäftigt das Ausmal-Papier von allen Seiten zu betrachten, die Buntstifte zu essen und hat sich außerdem an unserer Grillplatte noch satt gefuttert.

Alles in allem ein recht schöner Tag. Im Vergleich zu den vorherigen ein richtig schöner! Und einige Umstände heute haben mir gezeigt, worauf es ankommt, was mir wichtig ist, woran mir noch etwas liegt… Und so hoffe ich einfach, dass wieder mehr Ruhe einkehrt, ich mir über einige Dinge einfach klar werde und Konsequenzen ziehen kann (oder hoffentlich auch nicht).

(Und der Umstand, dass ich am Samstag nach zwei Jahren wieder auf meinen geliebten Inlinern stand hat auch enorm geholfen!)





Nacht 5 – eher Alp als Traum

23 06 2008

Ich hätte es gestern wirklich besser für mich behalten, dass die Nacht so super war. Letzte Nacht kam die Quittung.
Noé ist zwar erst um drei Uhr wach geworden und hat tatsächlich bis dahin durchgeschlafen, ist aber über eine Stunde wach geblieben, hat wieder das Wasser we geschlagen, hat geschrien, hat sich auf meinem Bauch kaum beruhigen lassen und immer und immer wieder geweint. Erst um vier Uhr habe mich getraut ihn wieder in sein Bett zu legen und konnte endlich weiter schlafen.
Immerhin ist er erst um halb neun heute Morgen aufgtestanden.

Hoffentlich wird die nächste Nacht wieder besser.





Nacht 4 (5) – ein Traum

22 06 2008

Ich mag es fast gar nicht aussprechen, aber die letzte Nacht war einfach traumhaft. So erholsam, dass ich um halb sechs wach im Bett lag und darauf wartete, dass Noé wach wird.
Aber erst Mal von vorn.
Um neun ist Noé ins Bett, wie eigentlich jeden Abend. Um kurz nach eins wurde er zum ersten Mal wach, ich habe ihm seinen Schnuller wieder gegeben, er hat sich umgedreht und weiter geschlafen. DAS hatten wir quasi noch nie, zumindest nicht um die Uhrzeit.
Das nächste Mal wurde er erst um halb sechs wieder wach, da lag ich schon einige Minuten wach und habe darauf gewartet, mich um ihn zu kümmern. Ich habe ihm Wasser zum Trinken angeboten, er hat es ohne Meckern genommen und die halbe Flasche leer getrunken. Danach habe ich ihn wieder auf meinen Bauch gelegt und er ist binnen zwei Minuten eingeschlafen. Ich konnte ihn recht schnell wieder in sein Bett legen.
Scheinbar habe ich mit dem nächtlichen Abstillen genau zum richtigen Zeitpunkt angefangen. Entweder spürt Noé meine Entschlossenheit oder er ist einfach so weit, dass er es nicht mehr braucht. Es ist auf jeden Fall herrlich morgens wenigstens halbwegs ausgeschlafen zu sein und nicht mehr am Nachmittag übermüdet umzufallen.





Irgendwie immer noch komisch…

21 06 2008

Ich weiß nicht, woran es liegt, was genau der Auslöser ist, aber ich fühle mich komisch… Ich kann es auch gar nicht richtig in Worte fassen. Ich fühle mich leer, als hätte ich überhaupt kein Gefühl mehr.
Ob es der Stress ist, der Druck unter dem ich momentan stehe, der alles in mir kaputt macht? Oder ob es doch ganz andere Gründe sind?
Spätestens in vier Wochen ist der Stress vorbei, der ganze Druck erst mal weg. Ich hoffe, dass es mir dann wieder besser geht und ich „wieder fühlen kann“. Wenigstens irgendwas.
Im Moment will ich einfach nur Ruhe haben. Weder meine bessere Hälfte noch Noé sehen, einfach nur abschalten. In Ruhe lernen können, die Klausuren schreiben und sie vor allem bestehen.
Ich hab ein wenig Panik Mathe nicht zu schaffen.
Ich hatte ja erwähnt, dass der Prof krank ist. Wir bekommen von ihm eine recht leichte Klausur gestellt, er kontrolliert aber nicht die Rechenschritte sondern nur das Ergebnis. Wenn das falsch ist gibt es Null Punkte. Ein winzig kleiner Rechenfehler, ein vertauschtes Vorzeichen, ein Flüchtigkeitsfehler und alle Punkte sind futsch. :( Ich dachte, ich könnte den Stoff, aber das verunsichert mich einfach total…

Macht mein Gefühlsleben auch nicht unbedingt leichter… Auch nicht, dass ich zu Hause Vorwürfe gemacht bekomme, dass ich zu lange in der Schule bin und zu viel lerne… Irgendwie versteht er nicht, dass ich mit Rumsitzen und Nichtstun nicht weiter komme.





Nacht 3 (4) – ganz okay

21 06 2008

Auch die letzte Nacht war besser, als ich erwartet hatte.
Ich habe Noé nicht mehr gestillt sondern ihn nur auf meinen Bauch gelegt, ihm Wasser gegeben, ihn einfach nur fest gehalten und bekuschelt. Natürlich hat er protestiert, es war ja was ganz anderes gar nicht mehr an der Brust trinken zu dürfen. Er hat ein wenig geweint, wütend das Wasser und den Schnuller weg geschlagen, ist aber trotzdem beim ersten Mal nach 15 Minuten wieder weg gedöst, beim zweiten Mal, um halb fünf ging es sogar noch schneller. Es hat zwar gedauert, bis er wirklich wieder eingeschlafen war, aber es hat funktioniert.
Um halb sieben, als er dann wieder wach geworden ist, hab ich mir dann ein Herz gefasst und ihn doch wieder gestillt. (Zur Erinnerung: Ich wollte von 24-7Uhr nicht mehr stillen).

Der Dank für all das: Noé hat von 22 Uhr bis halb zehn heute Morgen geschlafen. :)
Also auf zur nächsten Nacht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir Erfolg haben.





Nacht 2 – ich bin begeistert

20 06 2008

Die letzte Nacht war genauso gut wie davor. Noé wurde gegen halb eins wach, ist nur mit Schnuller wieder in seinem Bett eingeschlafen. Um halb zwei habe ich ihn gestillt, aber ihm wieder wach den Schnuller gegeben. Um halb fünf dann ebenfalls.
Um viertel nach sieben ist er, dank meinem Wecker, wach geworden und ich habe ganz normal gestillt, bis er wieder eingeschlafen ist.

Für nächste Nacht nehme ich mir einfach mal vor gar nicht zu stillen, sondern Noé nur Wasser anzubieten. Vielleicht klappts ja schon. :) Bisher hat er ja noch nicht wirklich protestiert. Er hat wälzt sich ein bisschen hin und her, aber geweint hat er noch nicht.