Yesterday…

29 08 2008

…war es vorbei. Dass ich sagen konnte „ich bin Mitte 20″. Seit gestern gehöre ich recht eindeutig zur Riege der Endzwanziger. Und angefangen hat der Tag für mich mit einem Blick aufs Handy, kurz nachdem ich ins Bett verschwunden war.

Dort stand in großen Zeichen „28.08.2008 00:28„, mein 28. Geburtstag also. Kein Wunder, dass ich die Zahl 8 mag, oder? ;)

Es war auf jeden Fall ein amüsanter Tag. Wir waren im Phantasialand und haben es uns dort mal so richtig gut gehen lassen. Oder eher so gehen lassen, bis mir schlecht war. :P Leider konnte Noés Papa nicht mitkommen, er musste arbeiten. Aber mein großer Bruder mitsamt Frau war dabei und wir sind Achterbahn gefahren, bis ich nicht mehr wusste wo oben und unten ist. Das Highlight des Tages war wohl die Fahrt im River Quest, eine Wildwasserbahn, die uns sich gewaschen hat. Meine Schwägerin und mein Bruder wurden von einer Springflut überrascht und waren wirklich bis auf die Unterwäsche durchnässt. Das Wasser stand den beiden sogar in den Schuhen. Ich hatte das Glück gegenüber zu sitzen und wurde verschont. Während mein Bruder die Ruhe in Person war und sich mit mir kaputt gelacht hat, hat meine Schwägerin sich kaum mehr eingekriegt und rumgeflucht. „Ich fahr nach Hause! Ich habe keinen Bock mehr! Ich bin total nass! Da hört der Spaß für mich echt auf! Ich fahr gleich nach Hause!“ *kicher* Muss man nicht damit rechnen, dass man auf einer Wildwasserbahn nass wird? Erst Recht, wenn man doch vorher auf einer harmloseren war und selbst da einen Schwall Wasser in den Nacken bekam? Und ganz besonders, wenn man ziemlich genau ein Jahr zuvor auf eben dieser Wasserbahn war und ein Jahr zuvor genauso nass wurde? :D
Naja, ich behalte einfach mal meine Meinung für mich :D Nach einer Stunde konnte sie ja auch schon wieder lachen.

Abends wieder zu Hause wurde ich dann sogar noch von meinem Schatz überrascht. In der Küche auf dem Esstisch standen zwei Kerzen und unser gutes Geschirr. Er hat beim Bäcker sogar noch ein paar Stücke leckeren Kuchen geholt. Darüber habe ich mich mal richtig gefreut! Schade nur, dass mir noch von den Achterbahnen so übel war und ich nur ein halbes Stück geschafft habe.





Rückblick

29 08 2008

Entschuldigt, dass ich seit 8 Tagen nichts mehr von mir habe hören lassen. Zumindest nicht an dieser Stelle. Dabei gab es so viel zu erzählen.

Donnerstag, 21.8.2008: Ich habe die erste Note, endlich! Es ist eine 2,0 in anorganischer Chemie. Dafür, dass die Vorlesungen im Wintersemester 2006/2007 waren und ich im Anschluss daran erst mal ein Jahr in Elternzeit und somit nichts mehr mit dem Thema zu tun hatte und mir schlussendlich alles innerhalb weniger Wochen nochmal erarbeitet habe, kann sich die Note echt sehen lassen.

Freitag, 22.08.2008: Es geht Schlag auf Schlag. Note 2 ist da. Organische Chemie. 1,0!!! :D
Ich kann es immer noch nicht so recht glauben, dass ich eine 1,0 geschafft habe. Trotz Kind, trotz der Doppelbelastung, trotz des ganzen Stresses, trotz der Tatsache, dass ich während der Vorlesungen manchmal Probleme hatte den Stoff zu verstehen, habe ich 95 von 100 Punkten geschafft. Darauf kann ich wohl noch einiges mehr stolz sein, als auf die Anorganik-Note.

Dienstag, 26.08.2008: Und der klägliche Rest. Meine Mathenoten… Ich traue mich fast nicht, sie zu erwähnen, aber um mein Streber-Image wieder ein wenig auszugleichen mach ich es dann doch. In Mathe I hat es leider nur zu einer 4,0 und damit zu einem „so gerade eben bestanden“ gereicht. Verstehen kann ich es nicht, ich hatte doch ein weitaus besseres Gefühl. In Mathe II immerhin eine 3,0, mit der ich doch sehr zufrieden bin und die mein Können meiner Meinung tatsächlich sehr gut widerspiegelt. Ich bin keine Mathe-Leuchte, aber auch nicht so schlecht, als dass ich eine 4 schreiben würde. Erst Recht nicht in Mathe I, wo ich mir doch relativ sicher war…
Mal sehen, was die Klausureinsicht am Montag zeigt. Ich habe das dumme Gefühl, dass der Professor, nachdem er ja mit den Korrekturen so geschludert hatte, tatsächlich nur nach dem Endergebnis geguckt hat und danach entweder die volle oder gar keine Punkzahl vergeben hat. Und das, obwohl er uns mehrfach versicherte, dass er das nicht macht, sondern dass er zumindest soweit Punkte vergibt, bis der erste Fehler auftaucht. Und danach dürfte ich keine 4 haben…

Donnerstag, 28.08.2008: Der Tag verdient einen extra Eintrag ;)





Ein Aufwach-Stöckchen

20 08 2008

Die liebe Sommerschwester hat mich mit einem Stöckchen beworfen. Da es nur ein kurzes ist, werd ich es mal eben beantworten.

Wann steht Ihr auf?

Wenns nach mir ginge spät. Sehr spät. Aber da Junior da meist noch ein Wörtchen mit zu reden hat oft schon zwischen acht und neun. Wenn ich mal ausschlafen darf erst um elf. Gilt alles für Ferien und Wochenende.
Wenn das Semester wieder los geht lass ich mich mal überraschen was mein Stundenplan sagt und wie oft mich der Wecker unbarmherzig vor acht Uhr aus dem Bett wirft.

Was macht Ihr nach dem Aufstehen?

Mein allererster Weg führt ins Bad. Ich hasse es ungewaschen am Frühstückstisch zu sitzen, also mach ich mich erst halbwegs ausgehfertig. Nebenbei kann ich ohne meine Kontaktlinsen eh nicht mal mein Schälchen Cornflakes sehen. ;) Dann gibts Frühstück, wenn ich alleine aufstehe, oder Noé wird erst gewienert und gebonert, wenn er mit mir aufsteht.

Fotographiere Deinen Wecker!

Ihr müsst mit einem von zwei Weckern vorlieb nehmen. Der andere hat zwei Beine und hört (fast) auf den Namen Noé ;)


Man beachte die Delle rechts neben dem Display.





Spiegelbild

20 08 2008

Wenn ich meinen Sohn ansehe, ihm in seine wunderschönen, großen blauen Augen blicke…

…dann habe ich das Gefühl in den Spiegel zu sehen. Es ist ein einfach unglaubliches Gefühl!





Aufreger des Tages…

20 08 2008

Oh Mann, der gestrige Tag hat meinen guten Glauben an die Menschheit fast schon zerstört.

Wie meine treuen Leser wissen habe ich in der ersten Juli-Hälfte zwei Matheklausuren geschrieben. Ebenfalls bekannt dürfte sein, dass der Professor leider krank ist und halt dadurch ein wenig eingeschränkt. Das an sich ist auch überhaupt kein Problem, aber warum hält er noch Vorlesungen und warum stellt er noch Klausuren? Er schafft es gesundheitlich einfach nicht mehr!

Anlass für den Aufreger des Tages ist Folgendes: Ich habe letzte Woche bei der Dame des Sekretariats angefragt, ob der werte Herr Professor sich mal gemeldet hätte, da noch keine Klausurnoten vorliegen, wir uns aber ab dem 25.8. wieder für die Klausur anmelden müssen, wenn wir durchgefallen sind. Sie bat mich, ihm eine E-Mail (mit Lesebestätigung) zu schreiben und mich wieder zu melden, wenn er diese Woche noch nicht darauf reagiert hätte. Gesagt getan! Diese Woche ist angebrochen, der Herr Professor hat die Mail noch nichtmal gelesen. Also bin ich, wie gewünscht, wieder zur Sekretariatsdame gestiefelt um meinen Unmut kund zu tun. (Im Übrigen ist die Dame wirklich unheimlich nett und sorgt sich darum, dass Studenten nicht durch das Verhalten der Profs benachteiligt werden)

Sie hat den werten Herrn Professor angerufen und mal nachgefragt. Und nun der Hammer!!!
Er hat scheinbar nichtmal mit der Korrektur angefangen, schafft es gesundheitlich nicht, nach einer Stunde kann er nicht mehr und er konnte nicht versprechen, dass er es bis nächste Woche schafft!

Ich habe absolutes Verständnis für seine Situation, ich mag den Mann, wirklich. Er ist ein netter Professor der mir auch unheimlich leid tut. Aber es kann doch bitte nicht sein, dass ICH deswegen benachteiligt bin und mich unter Umständen nicht zur Klausur anmelden kann. Warum lässt er sich nicht helfen? Er hat zugesagt, die Klausuren bis Dienstag nächste Woche zu korrigieren. Ich bin gespannt und glaube es erst, wenn ich es sehe…

Mannomann, bin ich froh, dass Mathe für mich (sehr wahrscheinlich) abgehakt ist und ich mir darum dann (hoffentlich) keinen Kopf mehr machen muss.





Ich werde alt…

18 08 2008

So langsam aber sicher kommen die ersten Anzeichen dafür, dass man alt sesshaft wird. Und das noch bevor ich 30 bin. :P

Bisher habe ich immer darauf bestanden zur Miete wohnen zu wollen. Ich wollte nicht ewig irgendwelche Kredite abbezahlen um dann in 20 Jahren wieder einen aufnehmen zu müssen um das marode Dach reparieren zu lassen.

Aber mittlerweile wünsche ich mir einen Platz, Ruhe, ein zweites Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer und einen eigenen, kleinen Garten. Ich bezweifel dass man sowas zur Miete findet und denke auch manchmal daran, dass Eigentum doch was schönes wäre, wenn man machen kann was man will. Wände da hin setzen, wo man sie braucht, Böden verlegen, die einem gefallen, sich nicht mit einem Vermieter rumschlagen müssen weil ein Türrahmen kaputt gegangen ist…

Vielleicht sollten wir das doch mal ins Auge fassen, wenn ich das Studium beendet und einen festen Arbeitsplatz habe. Bis dahin träume ich noch ein wenig vom Häuschen im Grünen… *seufz*





Verwandtschaftsgrade

16 08 2008

Es soll ihr besser gehen, habe ich gestern erfahren. Sie soll die Medikamente abgesetzt haben und nicht mehr so depressiv sein. Es wäre wirklich wünschenswert.

Ich war schon ewig nicht mehr dort. Ich habe es einfach nicht mehr ertragen, dieses ewige Gejammer. Immer nur ging es schlecht, immer waren alle gemein und ungerecht. Sie selber nie. Sie war immer unschuldig, konnte nichts dafür, dass andere ja so unfair zu ihr waren. Irgendwann hat es mir gereicht und ich habe ihr meine Meinung gesagt. Vielleicht nicht ganz freundlich, aber es war wirklich irgendwann gut. Ich wollte einfach nicht mehr damit belastet werden, wenn sie sowieso keine Ratschläge annimmt und alles mit „das bringt doch sowieso nichts“ abtut. Ich wollte es Noé nicht antun, dass er sich auch später seltsame Kommentare anhören muss, seltsam und rücksichtslos behandelt wird (nicht nur von ihr, auch von ihm). Ich wollte nicht, dass er dort im Dreck spielen muss und zugequalmt wird. Da kam es mir nur gelegen, dass wir persönliche Differenzen bekamen, bzw. unsere vorhandenen sich verstärkten und ich einen Vorwand hatte, nicht mehr hin gehen zu müssen. Schließlich war ich unzählige Male dort. Früher sehr oft ohne Noé, seit er da ist auch ab und zu mit ihm. Sie war selten bei uns, er so gut wie nie. Warum also sollte ich mich weiter dort blicken lassen, wenn überhaupt nichts zurück kam? Außer ein paar leeren Versprechungen…

Aber jetzt, wenn es ihr ja besser geht, sollte ich mich doch wieder melden? Auch wenn sie es ja war, die nichts mehr von sich hat sehen und hören lassen? Oder denke ich jetzt falsch und ich hätte mich vielleicht melden sollen, nachdem sie ja einige Male bei uns war (bis ich ihr sagte, sie solle bitte aufhören zu jammern und das Leben wieder genießen). Muss ich agieren oder sie?

Ich habe gestern vormittag, auf dem Rückweg von der Spielgruppe schon überlegt, ob ich mal anhalten und rein gehen soll, oder sie fragen, ob sie mit zum Spielplatz kommt. Sie hat mir die Entscheidung abgenommen, war nicht da. Heute habe ich auch wieder überlegt, ob ich fragen soll, ob sie mit Noé und mir spazieren geht oder zum Spielplatz. Ich habe mich (heute noch) dagegen entschieden.

Meine bessere Hälfte findet die Situation wie sie jetzt ist okay. Er meint, ich solle mich nicht dort melden, das könne sie. Denn schließlich war ich oft genug da…

Und ich weiß es einfach nicht… Ich weiß nicht ob ich sie Noé so einfach vornenthalten soll, schließlich sind die beiden verwandt. Okay, noch ist es ihm völlig egal und ich könnte einfach warten, bis er fragt, aber ist das der richtige Weg?? Soll ich mal wieder, wie so oft, über meinen Schatten springen und den ersten Schritt machen? Oder soll ich mich wirklich auf Papa Noés Meinung ausruhen? Er kennt sie schließlich schon länger und er ist derjenige, der den Kontakt auf ein Minimum reduzieren will und eigentlich nur noch auf eine Vorwand wartet ihn einzustellen…

Was mach ich denn nur?





Ich habe einen Schatz gefunden…

13 08 2008

Naja, zumindest annähernd.
Ich bin gestern auf ein Forum gestoßen, dank eines Tipps, in dem man fürs Beiträge schreiben Punkte bekommt. Für einen Beitrag gibt es, je nach Anzahl der Buchstaben, bis zu 2 Punkte.
Diese Punkte kann man irgendwann gegen Prämien eintauschen. Die erste, nicht unattraktive Prämie gibt es schon für 75 Punkte.

Ich war anfangs sehr skeptisch und frage mich immer noch, wie man so etwas finanziert und vor allem, welches Interesse der Forenbetreiber verfolgt. Es ist sehr ungewöhnlich, dass man nur fürs Schreiben in einem Forum etwas geschenkt bekommt. Und wenn ich mal kurz überschlage, wieviel ein Punkt wert ist, erstaunt es mich umso mehr.
Drei Punkte haben einen ungefähren Gegenwert von 1€. Das heißt, dass man für einen Beitrag locker 50 Cent „verdienen“ kann. Wieso tut der Beitreiber das und woher nimmt er das Geld? Man könnte meinen, dass das Forum mit Werbung zugepflaster ist, aber dem ist nicht so.
Es ist auch nicht ganz jung, so dass man an eine Veräppelung denkt. Das Forum gibt es zumindest schon seit einem guten Jahr und ich habe gegooglet und einige positive Erfahrungsberichte gelesen.

Die Nutzer berichten, dass sie tatsächlich den angebotenen iPod bekommen haben.
Ich lasse mich einfach mal überraschen. Und ehe ich es vergessen: Es gibt dort natürlich auch Referrals.





Man weiß nicht mehr…

13 08 2008

…was man fühlen oder denken soll, wenn man von so einem schlimmen Schicksalsschlag liest.

Ein absoluter Alptraum für jede Mutter, jede Ehefrau, jedes Kind. Wenn der Papa/Mann plötzlich nicht mehr da ist. Und man sich nicht mal verabschieden konnte.

Ich weiß nicht, was ich sagen kann, es tut mir unendlich leid, dass jemand so etwas erleben muss. Auch wenn ich die Familie nicht kenne geht es mir sehr, sehr nah. Irgendwie reicht es schon, wenn man in einem Blog am Leben teilhaben darf.

Ich wünsche Euch, Moritz und seiner Mama viel, viel Kraft!





Gefangen

11 08 2008

Autor: Ich
Datum: 06.06.06
Kommentar: Was soll ich groß dazu sagen? Irgendwie sah es so in mir aus, in dem Moment…

Gefangen

…in der Dunkelheit einer Höhle…
Kein Licht dringt in die Tiefe.
Du schließt die Augen,
drückst Dich an die Wand.
Angst überkommt Dich,
macht Dich starr.

…in der Schwärze der Nacht…
Nicht einmal der Mond erhellt sie.
Du kauerst am Boden,
unfähig Dich zu bewegen.
Die Panik steigt auf,
du willst schreien.

…in den Tiefen des Meeres…
Alles ist finster, die Sonne machtlos.
Die Kälte lähmt Dich,
die Angst vor der Tiefe.
Angst zu Ertrinken
bringt Dich fast um.

…in Deiner Seele…
Kein Licht dringt zu ihr durch.
Du bist gefangen in der Einsamkeit.
Gefangen in der Tiefe der Gedanken.
Gefangen in der Kälte der Gefühle.
Der Abgrund zu tief
um ihn alleine zu überwinden.
Die Schmerzen zu groß
um den Arm zu strecken
und die helfende Hand zu erreichen.
Du bist zu schwach
um nicht aufzugeben.