Ahoi

7 08 2008

Wir sind endlich wieder zu Hause. Nach einem durchwachsenen Tag, der es zeitweise echt in sich hatte.

Geweckt um sieben Uhr von einem Donnerknall, der einen sogar im Schlaf zusammen zucken ließ. An Schlaf war da natürlich nicht mehr zu denken, denn bei dem einen Donner blieb es nicht. Im abgedunkelten Zelt war es taghell, man hatte das Gefühl den Blitz in seiner Form sehen zu können. Der Lärm war wirklich ohrenbetäubend und bébé Noé hat sich nach dem zweiten Donner ganz schnell wieder unter meiner Bettdecke verkrochen.
Geregnet hat es wie aus Kübeln (laut Wetterdienst waren es 35 l/m²), es wollte auch absolut nicht mehr aufhören.
Wunderschöne Aussichten, schließlich wollten wir eigentlich zusammen packen und nach Hause fahren.

Um acht haben wir uns aus dem Bett bequemt, sind ins Vorzelt gestapft und *platsch* *plitsch* im Eiltempo wieder zurück in den Wagen. Das ganze Vorzelt stand unter Wasser. Schon wieder… hatten wir ja auch erst letztes Jahr im Urlaub… *grummel*
Dabei hatten wir sogar noch Glück im Unglück. Die Sicherungen waren rausgeflogen, noch bevor das Wasser unsere Elektrogeräte erreicht hat. Wir konnten alles noch irgendwie in Sicherheit bringen, ehe das Wasser seinen Höchststand von über 2cm im Zelt erreicht hat.

Um neun, nach dem Frühstück haben wir angefangen zusammen zu packen.
Es wäre halb so wild gewesen, wenn wir nicht den kleinen Wildfang hätten im Auge und im Zaum halten müssen. Wir konnten ihn leider nicht draußen rumtoben lassen, er hat noch immer keine Gummistiefel… Also irgendwie die Sachen packen, das Kind beschäftigen, weiter packen, das Kind bei Laune halten, wieder packen, das Kind dann doch halbwegs wetterfest in die Regenkombi und die tollen Lederschuhe stecken (die noch so wasserdicht sein können, wenn das Wasser so hoch ist, dass es von oben rein läuft), weiter einpacken, das Kind zwischendrin trocken legen, noch ein wenig packen, das Kind zum Mittagsschlaf hin legen und ENDLICH entspannt den Rest packen.
Die letzten Meter ist Noé wieder wach geworden, aber da es da wenigstens nicht mehr in Strömen geregnet hat konnten wir über die asphaltierten Wege des Campingplatzes spazieren, während der Papa den Rest gepackt, zusammen gefaltet und ans Auto gehangen hat.

Normalerweise brauchen wir vom Frühstück bis wir abreisefertig sind 3 bis 4 Stunden. Selbst mit Kleinkind geht das locker. Heute haben wir um kurz nach neun angefangen und waren um 16 Uhr endlich fertig. *ächz*
Den Pfannkuchen haben wir uns danach redlich verdient (und hätten sogar noch einen zweiten geschafft, so ausgehungert waren wir).

Merke 1: Wenn Einheimische am Vortag, der ja mitten in der Woche liegt, abreisen, sollte es einem zu denken geben.
Merke 2: Wenn einem das Bauchgefühl sagt, dass man lieber am sonnigen Tag packen sollte und vielleicht sogar schon fahren sollte, dann sollte man das auch wirklich tun.
Merke 3: Dieser Campingplatz hat uns das letzte Mal gesehen. Wir sind lange und sehr oft dort hin gefahren. 2001 war ich zum ersten Mal dort, meist 2 bis 3 Mal im Jahr. Letztes Jahr hatten wir zum ersten Mal das Problem mit dem Wasser, dieses Jahr schon wieder. Antwort auf meine Beschwerde, dass sich nichts daran geändert hat: „da können wir nix machen, wir wollen das ja auch nicht. da müssen sie schon den regen weg schicken“
Nuja, dann suchen wir uns eben einen Platz der sich um eine Drainage gekümmert hat und dem nicht der gesamte Platz absäuft. Und mit gesamt meine ich tatsächlich den ganzen Platz. Es gab nicht einen einzigen Stellplatz auf dem kein Wasser gestanden hätte.

Btw: Bilder folgen im Laufe der nächsten paar Tage.


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