Montags-Produktion?

27 02 2009

Mein über alles geliebtes Notebook, langsam glaube ich wirklich, Du wurdest an einem Montag produziert. Leider bist Du alles, aber nicht zuverlässig. In den anderthalb Jahren die wir uns nun kennen bist Du nun schon das dritte Mal so richtig kaputt. Und mindestens genau so oft hattest Du Aussetzer die ich nur mit einer Neuinstallation des Betriebssystems beheben konnte.

Tja… Um es mal in die Realität zu verpacken: Das verdammte Teil hat schon wieder den Geist aufgegeben. Das erste Mal habe ich es über den Händler reparieren lassen und durfte es nach 4 Wochen (!!!) wieder abholen. Das zweite Mal, kurz vor Weihnachten, ganz kurz vor der wichtigen Protokollphase im Studium, habe ich die Reparaturabwicklung direkt über den Hersteller gemacht und bekam das Gerät nach einer guten Woche zurück. Dafür wurde es vom Paketdienst bei uns abgeholt und frisch repariert wieder zurück geschickt. Das war mal super toller Service.

Nun ist das Notebook wieder seit einer Woche defekt, nachdem es schon ein paar Tage Macken hatte und ich dachte, dass das ja über den Hersteller ganz schnell geht und ich das Gerät zurück habe, sobald das Semester wieder los geht.

Nunja, da habe ich die Rechnung ohne den Hersteller gemacht. Dieser sitzt in Düsseldorf und hat erst Mal kräftig Karneval gefeiert. Okay, das verstehe ich und ich konnte es nachvollziehen, warum am Montag noch keine Bestätigungsmail für meinen Reparaturauftrag kam. Am Dienstag habe ich mal angerufen und vorsichtig nachgefragt. Der Mensch von der Hotline musste mich da schon vertrösten, dass es etwas dauert, weil es eine Mehrfachreparatur ist und sich die entsprechenden Techniker(?) selbst bei mir melden. Fein. Heute ist Freitag! Es hat sich natürlich niemand gemeldet. Also habe ich noch mal nachgefragt, wann sich denn jemand rührt. Da sagt mir der (nette) Mann doch glatt, dass die Techniker (?) mit der Vorbereitung er Cebit zu tun hätten und etwas überlastet seien. HALLO???? DAS IST MIR DOCH EGAL! (Das habe ich natürlich ruhig und nett gesagt) Mal sehen, ob es was gebracht hat, dass vermerkt wurde, dass ich das Notebook zum Semesterstart in zwei Wochen wieder brauche. Und mal sehen, ob ich Mitte der Woche den nächsten Anruf starte…

Eins weiß ich jedenfalls: Von dieser Marke werde ich mir wohl kein Notebook mehr kaufen. Scheinbar hatte ich mit der zweiten Reparatur einfach nur Glück.





Dreist, oder?

26 02 2009

Es begab sich zu einer Zeit, zu der der Familie Archedenoe ein kostenloses Probeabo einer angesehenen örtlichen Tageszeitung angeboten wurde, welches die Familie Archedenoe annahm, obwohl sie schon wusste, dass sie nicht dazu kommen würde, die Tageszeitung zu lesen.
Das Abo kam, die Zeitungen lagen eine Woche lang jeden Morgen im Briefkasten, wanderte alle 2 Tage in die Wohnung und liegt seitdem unangerührt auf einem Stapel. Es tut mir sehr leid, aber wir sind tatsächlich nicht dazu gekommen einen Blick in die Zeitung zu werfen. Das mag verwerflich sein, weil man sich ja „mal eine Stunde“ Zeit nehmen können müsste, aber hier funktioniert das halt nicht.

Heute kam dann ein Anruf des Verlages, ob das Abo soweit geklappt hat, die Zeitung regelmäßig geliefert wurde, usw. Und natürlich (!!!) wollte man uns ein unsagbar tolles Angebot unterbreiten. Ein 3-Monats-Abo, mit automatischem Ende und für viiieeel weniger Geld als die Zeitung normalerweise kostet.
Ich lehnte das Angebot dankend ab mit der Begründung, dass wir wegen unseres knapp 2-jährigen Sohnes keine Zeit dafür hätten. Und damit trat ich eine Lawine los, die so voller dreisten Vorurteilen steckte, dass es mir die Sprache verschlug.

  • Man würde ja auf so viele Informationen verzichten, die man im Radio oder Fernsehen nicht bekäme.    -    Mag sein, aber auf der Homepage des Verlages finden sich fast alle diese Informationen, zumindest alle die ich brauche…
  • Es wäre doch so ein tolles, günstiges Angebot, das könne man doch nicht ausschlagen.    -   Man kann, denn wir haben nicht ein einziges Mal in die Zeitung geguckt in der Woche. Warum sollte ich sie dann kaufen??
  • Ein Kind würde doch auch mal alleine spielen und dann könnte man schließlich die Zeitung lesen!   -   Da hat es mir die Sprache verschlagen.

Haben wir nichts zu tun, außer das Kind zu bespaßen und, wenn wir das gerade nicht machen, weil es mal alleine spielt (oder besser, weil es wie so oft, wie die Dame meinte, alleine spielt) in aller Seelenruhe die Tageszeitung zu lesen? Macht SIE unseren Haushalt? Geht SIE arbeiten? Muss sie in die FH um dort zu studieren? Muss sie sich auf die Klausuren vorbereiten?

Ich finde es eine absolute Unverschämtheit mir so unterschwellig zu unterstellen, dass ich zu faul oder zu dumm für die Zeitung bin. Dass ich es nicht für nötig empfinde mich ausgerechnet über die Zeitung über das Weltgeschehen zu informieren. Ich bin ehrlich gesagt immer noch sprachlos. Und überlege immer noch, ob ich den Verlag mal anschreiben soll um von der Dame zu berichten…





Tote Hose

26 02 2009

Schon wieder liegt mein Blog brach. Irgendwie komme ich im normalen Alltag kaum dazu mal hier etwas zu schreiben. Eigentlich schade, aber irgendwie scheitert jeder Versuch daran etwas zu ändern.
Ich versuche deswegen mal eine kurze Übersicht über die Ereignisse der letzten Wochen.

Hier hat sich nicht wirklich was getan. Es wurde nicht besser sondern eher schlimmer. Wir erfahren nicht mal mehr etwas davon, wenn jemand im Krankenhaus liegt. Man sagt nicht Bescheid wenn derjenige dann wieder zu Hause ist. Wir werden weiterhin ignoriert. Okay… (Bitte in den Kommentaren nichts schreiben was auf die genannten Personen schließen lässt)

Die erste Hälfte der Klausuren in diesem Semester ist geschafft, zwei viel zu schwere Klausuren habe ich bestanden. Auf die dritte Note warte ich noch. Im nächsten Block werde ich nun also nur 2 statt 3 Klausuren schreiben, eine schiebe ich ins nächste Semester. Trotzdem sollte ich so langsam mal anfangen zu lernen.

Bébé Noé entwickelt sich prächtig, er hatte in den letzten Tagen eine richtige Sprachexplosion. Seit gestern ist „Nein“ sein Lieblingswort, aber auch „Durst“, Hunger, usw kennt er inzwischen. Aus dem Gebrabbel ist richtige Sprache geworden. Es ist richtig schön, dass er sich ausdrücken kann.

Karneval haben wir auch relativ gut überstanden. Viel gemacht haben wir sowieso nicht. Wir haben uns am Sonntag den Karnevalszug in meinem Heimatort angesehen. Unser Mini war total begeistert davon, wurde mit „Kamelle“ überhäuft (welch ein Glück – auch mit Stofftieren und nicht nur Süßigkeiten), durfte Trommeln und fand die Traktoren und die bunten Wagen ganz toll. Dafür wollte er noch Tage lang aus dem Fenster gucken und „Bam Bam“ (Trommeln) „ssssss“ (Zug). Inzwischen hat er aber verstanden, dass es das nur ein Mal im Jahr gibt. Blöderweise habe ich mir eine dicke Erkältung eingefangen. Mein Kostüm hat sich bis zu den Knien mit Wasser voll gesogen und meine Schuhe sind alles, aber nicht mehr wasserdicht. Nächstes Jahr gehe ich als Eisbär oder sowas. Hauptsache warm. *schnief*