Ein Tag unter Müttern

20 04 2009

Oder auch „wie lerne ich extreme Toleranz“.

Dieser Tage gab es ein Zusammentreffen einiger Mütter, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Und ich kam mir irgendwann vor wie ein bunter Papagei unter Amseln. Ich nehme mir sicherlich nicht das Recht raus zu behaupten, alles perfekt zu machen. Das kann ich nicht, da ich es ja nur für uns versuche und das nie auf andere Eltern oder Kinder übertragbar ist. Aber was ich gestern gesehen und gehört habe, hat mich wirklich am Verstand anderer zweifeln lassen.

Familie A / Vater, Mutter und anderthalbjähriges Kind: Sie erzählt mir sehr stolz, dass sie 6 Monate gestillt hat – danach wollte das Kind nicht mehr. Ist klar… Nicht, dass ich es nicht toll fände, dass die Mutter das wirklich so lange gemacht hat, aber warum sagt sie nicht ehrlich, dass sie dann nicht mehr wollte?
Dann, etwas später, ging es darum, dass die Kinder grade ihre Trotzphase haben und gerne Sachen haben wollen, die sie nicht dürfen. Da sagt sie mir tatsächlich, dass ihr Kind dann halt mal ein paar auf die Finger bekommt. Ich meinte dann nur, dass unser Sohn nicht geschlagen wird. Sie hat ihre Aussage versucht zu entschärfen, es wäre ja nur ein Klaps auf die Finger. Ich habe dann nochmal mit Nachdruck gesagt, dass man ein Kind nicht schlägt, aber für sie war das einfach nur „Einstellungssache“.
Ne, für mich geht das mal gar nicht. Ein Kind schlägt man nicht und basta. Das ist respektlos…
Und dass die Eltern den ganzen Nachmittag ein Bier nach dem anderen getrunken haben passt da ja irgendwie auch ins Bild…

Das zweite Kind, gerade ein halbes Jahr alt, wurde mit Kuchen gefüttert, bekommt aber nur hin und wieder mal Brei. Wie gut, dass das Kind keinen Kuchen wollte, so blieb es bei einem Löffel. Wie kann man einem Säugling Käsekuchen geben?

Weiter geht es damit, dass wirklich alle Kinder Limo getrunken haben. Und die waren alle zwischen anderthalb und zwei. Muss das sein? Müssen Kleinstkinder wirklich Limo trinken? Tuts denn kein Wasser?
Zum Glück war unser Sohn davon völlig unbeeindruckt und hat lieber Wasser getrunken.

Irgendwann kam ich mir wirklich vor, wie im falschen Film. Bin ich eine Übermutter, weil mein Sohn keinen „Klaps auf die Finger“ bekommt, keine Limo trinken darf, erst zum ersten Geburtstag Kuchen bekommen hat und er länger als 6 Monate gestillt wurde? Hilfe…





Das wars dann wohl…

10 04 2009

Heute hatte der kleine Engel Geburtstag, zwei Jahre ist er nun schon alt. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit rast, wenn man ein Kind hat. Junior hatte auch eine Menge Besuch. Oma und Opa (meine Eltern) waren da, mein Bruder mit Frau und Juniors Patentante mit Freund und Tochter ebenfalls. Die kleine Schwester von Juniors Papa war auch auf einen Sprung bei uns. Leider nur kurz, denn sie hatte fast vergessen, dass er Geburtstag hat und ihre eigene Party geplant.

Nur zwei Leute haben sich weder sehen noch hören lassen. Wir hatten ja in den letzten Monaten genug Ärger, aber dass sie sich nicht mal am Geburtstag melden ist das Letzte! Für uns heißt das nun, dass wir daraus eine Konsequenz ziehen: sie brauchen sich gar nicht mehr melden. Sollten sie irgendwann wieder zur Besinnung kommen, können wir darüber nachdenken, aber in der nächsten Zeit ist erst mal Funkstille angesagt. Und zwar komplett. Unsere Reaktion ist vermutlich nicht besser als deren Verhalten, aber es tut immer wieder nur weh, wenn man mitbekommt, dass sie nichts mit uns zu tun haben wollen. Es tut weh, dass sie unseren Sohn ignorieren. Sich weder zu Weihnachten noch zu seinem Geburtstag melden. Es tut weh, dass sie Juniors Papa so ignorieren.

Ich glaube, es geht einfach nicht anders. Auch wenn es mir leid tut und ich das für den falschen Weg halte. Und auch wenn ich zu gerne anrufen würde um zu sagen, wie ich mich fühle. Aber es würde eh nichts bringen…





Der Neue

9 04 2009

Naja, neu ist er nicht, aber es ist nicht mehr der Alte.

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Schick, wa? Wir sind auch ganz verliebt in das Auto.
Nur der Grund, warum wir überhaupt ein neues brauchten ist nicht so schön: meine bessere Hälfte hatte vor drei Wochen einen Unfall. Dooferweise ist er jemandem aufgefahren. Und da unsere alte Karre somit binnen Sekunden in einen Haufen Schrott verwandelt wurde musste ganz schnell ein neues Auto her.
Das ist auch halb so wild, denn spätestens, wirklich allerallerspätestens im November wäre die Beziehung zu unserem Alten eh am TÜV gescheitert. Das waren immerhin so keine Extrakosten. Das einzige was noch außerplanmäßig dazu kam war ein neuer Kindersitz. Wir wollen es auf keinen Fall riskieren den kleinen Prinzen in einem Sitz mit zu nehmen, der kaputt sein könnte.
Übrigens ist keinem wirklich was passiert. Meine bessere Hälfte hatte nur ein leichtes Schleudertrauma, mein Papa, der mit ihm Auto saß hatte dort leichte Schmerzen wo der Gurt saß und der kleine Prinz war zum Glück genau so wenig dabei wie ich.

Und nun freuen wir uns auch mal auf den Sommer, denn der Neue hat Klima. :D