Trnd-Setter:
Testreportage Oral B Professional Care 3000
Über Trnd.com bin ich in den Genuss gekommen, die elektrische Zahnbürste Oral B Professional Care 3000 in aller Ruhe zu testen. Das Gerät ist vor etwa zwei Wochen bei uns eingezogen und ich denke, wir können mal ein erstes Resümee ziehen.
Verpackung:
Die Verpackung war sehr ansprechend. Ein dunkelblauer Karton mit einem Ausschnitt, durch den man direkt die neue Zahnbürste sehen konnte. Auf dem Karton stehen ein paar Hinweise zu den Ausstattungsmerkmalen des Geräts.

Ausstattung / Zubehör:
Die Ausstattung des Testpakets war natürlich etwas üppiger, als die handelsübliche Verpackung. Im Geschäft/Internet enthält die Verpackung die eigentliche Zahnbürste, 4 Aufsteckbürsten (Precision Clean), eine (sehr kompakte) Ladestation und eine Aufbewahrungsbox für 4 Aufsteckbürsten.
Die Zahnbürste hat 3 verschiedene Reinigungsmodi (Reinigen, Sensitive und Polieren), einen Professional Timer (4×30 Sek) und eine visuelle Andruckkontrolle, die bei zu hohem Druck rot leuchtet.
Das Zubehör ist sehr umfangreich, es gibt viele verschiedene Aufsteckbürsten, einen Zungenreiniger, einen Interdentalreiniger und sogar Aufsteckbürsten für Kinder (empfohlen ab 3 Jahren)

Installation und Ladevorgang:
Die Installation war selbsterklärend und somit sehr simpel. Einfach die Aufbewahrungsbox über die Ladestation stellen, Ladestation einstecken, Zahnbürste darauf stellen – fertig. Die Aufsteckbürsten kann man wunderbar in die vier Fächer der Aufbewahrungsbox legen, welche sogar einen Deckel hat und die Bürsten vor Staub schützt.
Der Ladevorgang ging recht zügig, empfohlen waren beim ersten Laden 14 Stunden, also großzügig über Nacht. Allerdings wurde die Zahnbürste bereits ein wenig aufgeladen geliefert, so dass sie sofort einsatzbereit war. Das Laden wird durch eine grüne blinkende Kontrollleuchte signalisiert. Ist der Akku fast leer, leuchtet eine rote Kontrollleuchte und erinnert daran, rechtzeitig wieder auf zu laden. Man kann die Zahnbürste immer wieder auf die Ladestation stellen, sie kann nicht überladen werden. So steht immer alles zusammen und griffbereit.
Gebrauchsanleitung – hinreichende Beschreibung:
Die Gebrauchsanleitung ließ leider einige Wünsche offen. Ich fand sie zu kurz, es blieben noch die Fragen zum Benutzen des Zubehörs offen. Allerdings werden die Ausstattungsmerkmale gut erläutert und eine kurze Putzanleitung gegeben. Die Anleitung wird durch ein paar Bilder ergänzt, die den Zusammenbau und das Reinigen der Zahnbürste zusätzlich erklären.
Nutzung:
Das Gerät liegt sehr gut in der Hand. Es ist schlanker als die Zahnbürsten anderer Hersteller. Allerdings sind die Vibrationen sehr stark und gewöhnungsbedürftig, anfangs hat man das Gefühl, dass der ganze Kopf brummt. Das Geräusch ist schon grenzwertig, aber nur für den Nutzer selbst. Außerhalb des Badezimmers hört man nicht viel davon.
Die Zahnbürste lässt sich nach ein paar Tagen Eingewöhnung ganz gut manövrieren und man kann durch die schlanke Bauweise sehr gut alle Stellen im Mund erreichen. Leider ist es aber etwas störend, dass man den Mund beim Putzen geschlossen halten muss, da sonst die Zahnpasta ihre eigenen Wege sucht. (Durch die Vibrationen natürlich noch stärker als mit jeder Handzahnbürste)
Die Akkuleistung ist okay, für zwei Personen reicht es ohne Aufladen etwa 4 Tage. Aber da man die Zahnbürste nicht überladen kann und sie somit immer auf der Ladestation stehen lassen kann, braucht man sich um die Akkuleistung eigentlich keine Sorgen machen. Der Hersteller gibt an, dass der Akku eine Lebensdauer von etwa 7 Jahren hat. Dazu kann ich natürlich noch nichts sagen, bisher funktioniert alles tadellos.
Die Reinigungsleistung der Zahnbürste ist hervorragend. Die Zähne fühlen sich sauberer und glatter an, als beim Putzen mit einer Handzahnbürste, außerdem werden sie schon nach kurzer Zeit tatsächlich heller. Ich rauche nicht, trinke aber gerne mal einen Kaffee und hatte leichte Verfärbungen an den Zähnen. Nach nur zwei Wochen sind die schon wesentlich geringer geworden und die Zähne erscheinen weißer als vorher. (Hier scheint auch das Versprechen des Herstellers zu stimmen: Die Zahnbürste soll bis zu zwei Mal mehr Plaque entfernen als eine Handzahnbürste)
Die einzelnen Funktionen sind interessant, aber leider nicht näher in der Anleitung erläutert. Mein Mann nutzt die Zahnbürste mit der normalen Reinigungsfunktion, ich selber in der Sensitive-Funktion, da mir die andere zu stark ist. Die Polier-Funktion hat einen etwas anderen Bewegungsablauf als die anderen beiden. Bisher habe ich letztere mit dem Pro Bright-Aufsatz nur selten genutzt und konnte keinen wirklichen unterschied zum normalen Putzen feststellen.
Der Timer ist eine geniale Erfindung (aber wohl nichts neues). Nach etwa zwei Wochen habe ich mich auch an die Zeit gewöhnt, bin aber meist noch etwas langsamer (was wohl nicht dramatisch ist…). Das Ende der Putzzeit für einen Quadranten im Mund wird nur durch ein kurzes, stotterndes Geräusch signalisiert. Das Ende der zwei empfohlenen Minuten Putzzeit durch ein etwas längeres, stotterndes Geräusch.
Die visuelle Andruckkontrolle leuchtet auf, sobald man zu stark mit der Zahnbürste auf die Zähne drückt. Ich war erstaunt, wie fest man tatsächlich drücken muss, bis die Lampe angeht. Bisher hatte ich mit meiner Handzahnbürste das Problem, dass ich immer etwas zu fest geputzt habe und hatte mich so natürlich besonders auf die Andruckkontrolle gefreut. Allerdings hat sie bei mir tatsächlich noch nie geleuchtet. (Habe es nur mal getestet, wann das Lämpchen angeht)
Im Testpaket waren neben den Precision-Clean-Aufsteckbürsten noch eine Pro Bright- und 3 Sensitive-Aufsteckbürsten enthalten. Letztere habe ich nach wenigen Tagen wieder zur Seite gelegt, da sie einfach zu weich ist. Alle Aufsteckbürsten haben Indikatorborsten, die durch entfärben anzeigen, wann es Zeit für eine neue Bürste ist. So verpasst man es nicht, rechtzeitig zu wechseln.
Wir hätten gerne noch einen eigenen Aufsteckkopf für unseren Sohn geholt, aber wir denken, dass er mit seinen zwei Jahren noch zu klein für diese Zahnbürste ist. Dafür sind die Vibrationen zu stark und er würde wohl eher Angst bekommen. So warten wir noch ein Jahr, so lange sollte die Zahnbürste wohl halten.
Reinigung von Gerät und Zubehör:
Die Reinigung der Zahnbürste ist denkbar einfach. Sie wird nach dem Zähne putzen unter fließendes Wasser gehalten, dann der Bürstenkopf entfernt und mit der offenen Seite nach oben ebenfalls unter den Wasserhahn gehalten. Die Zahnbürste sollte nur gut abgetrocknet auf die Ladestation gestellt werden, da Wasser zwischen Station und Kabel gelangen und die Elektronik beschädigen könnte. Auf jeden Fall ist das Reinigen kaum mehr Aufwand als das Reinigen einer normalen Zahnbürste.
Fazit/Gesammtnote:
Als Fazit würde ich sagen, dass diese Zahnbürste sehr gut, aber nicht perfekt ist. Ich habe manchmal schon das Bedürfnis wieder nach meiner Handzahnbürste zu greifen, da einfach die Vibrationen sehr stark sind und ein unangenehmes Geräusch im Kopf verursachen.
Die Reinigungswirkung ist aber meiner Meinung nach unschlagbar, die Zähne sind sauberer, glatter und werden mit der Zeit heller. Da kann meine Handzahnbürste tatsächlich nicht mithalten.
Als Gesamtnote würde ich der Zahnbürste eine glatte 2 geben. Würde ich den Preis noch mit betrachten, ginge diese allerdings noch etwas runter, da ich 129 € viel Geld für so ein Gerät finde, erst Recht, wenn man die Kosten für die Aufsteckbürsten betrachtet. (4 Bürsten kosten ca. 12-15€)

